125. Geburtstag von Dr. Elisabeth Schwarzhaupt
Mitteilung der Vorsitzenden des Evangelischen Arbeitskreises der CDU Berlin/Brandenburg, Cornelia Seibeld (MdA)
"Am heutigen 7. Januar gedenken wir des 125. Geburtstages von Dr. Elisabeth Schwarzhaupt, einer der großen und prägenden Frauen in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschlands, der Christlich-Demokratischen Union (CDU) sowie der Evangelischen Kirche in Deutschland.
Dr. Elisabeth Schwarzhaupt, 1901 in Frankfurt am Main geboren, war sie ihr Leben lang eine liberale Vorkämpferin für die Rechte der Frauen und eine überzeugte evangelische Christin. Nach dem Abschluss der Zweiten juristischen Staatsprüfung im Jahre 1930 und dem Beginn ihrer juristischen Laufbahn, von 1932 bis 1933 als Hilfsrichterin in Frankfurt a.M. und Dortmund, wurde sie aufgrund ihrer frühen und entschiedenen Kritik an der Politik der Nationalsozialisten nach deren Machtergreifung aber sogleich wieder aus dem Staatsdienst entlassen.
1936 ging sie deshalb nach Berlin, wo sie sich dann, bereits der Bekennenden Kirche angehörig, in der damaligen Deutschen Evangelischen Kirche u.a. auch für verfolgte Vikarinnen und Vikare einsetzte und 1944 als erste Frau in der Kirchengeschichte Berlin-Brandenburgs zur Oberkonsistorialrätin ernannt wurde. Nach dem Krieg trat sie Anfang der 1950er Jahren in die CDU ein, war für viele Jahre auch Mitglied im Bundesvorstand des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU (EAK), kandidierte mehrfach erfolgreich für den Deutschen Bundestag und wurde in den Jahren 1961-1966 schließlich die erste Bundesministerin der Bundesrepublik Deutschland.
Als Evangelischer Arbeitskreis der CDU in Berlin und Brandenburg ehren wir das Lebenswerk von Elisabeth Schwarzhaupt als überzeugte und streitbare evangelische Christin in Kirche, Gesellschaft und Politik. In den dunkelsten Jahren der deutschen Geschichte widersetzte sie sich nicht nur aus ihrer klaren protestantischen Grundhaltung heraus der menschenverachtenden Nazi-Ideologie, sondern wurde in der jungen Bundesrepublik auch zur überzeugenden Vorkämpferin für die Gleichberechtigung der Frauen und für ein modernes Ehe- und Familienbild.
Da Elisabeth Schwarzhaupt von 1936 – 1944 auch in Berlin-Wilmersdorf gelebt hat, wollen wir uns als EAK dafür einsetzen, dass neben dem Elisabeth-Schwarzhaupt-Platz am Nordbahnhof das Gedenken an sie und ihre besonders prägende Berliner Zeit nicht in Vergessenheit gerät."